Grüne Rietberg besuchen windCORES
Am 22.05. besuchte unser Ortsverband die Firma windCORES, ein innovatives Unternehmen der WestfalenWIND‑Gruppe, das Windenergieanlagen zu klimaneutralen Rechenzentren umfunktioniert. Herr Dr. Fiete Dubberke gab uns einen aktuellen Einblick in die Entwicklungen der erneuerbaren Energien und die technischen Fortschritte moderner Windkraftanlagen.
Ein Schwerpunkt lag auf dem Netzausbau und den Herausforderungen volatiler Energiequellen bei noch begrenzten Speicherkapazitäten. Besonders beeindruckend war die Darstellung der technischen Weiterentwicklung: Moderne Windkraftanlagen erreichen heute deutlich höhere Spitzenleistungen – und das bei sichtbar langsameren Rotorbewegungen, da klassische Getriebe durch effiziente Magnetmechanismen ersetzt wurden.

Auch der Artenschutz spielt eine zentrale Rolle. Mithilfe von KI werden Zug- und Greifvögel erkannt, sodass Anlagen automatisch herunterfahren. Zusätzlich sind feste Rahmenbedingungen für Fledermausaktivität hinterlegt, um auch diese Tiere zu schützen.
Ein überraschender Einblick betraf die Versicherung: Mit einem niedrigen dreistelligem Betrag pro Jahr gelten Windkraftanlagen als äußerst risikoarm. Ein starkes Indiz für ihre hohe Betriebssicherheit.
Im praktischen Teil des Besuchs durften wir die Windkraftanlage betreten, in der windCORES Serverräume eingerichtet hat. Über mehrere Ebenen wurden uns die IT‑Infrastruktur, die Glasfaseranbindung und die Energieversorgung vorgestellt. Die Server werden überwiegend direkt durch den Windpark betrieben, was die Betriebskosten reduziert. Bei Windstille kann flexibel Netzstrom zugeschaltet oder die Leistung angepasst werden.
Fazit
Zunächst sei zur Einordnung angemerkt, dass es in diesem Artikel um die Energieerzeugung und nicht um das Energienetz und dessen Ausbau ging. Der Besuch war äußerst informativ und zeigte eindrucksvoll, wie erneuerbare Energien und moderne IT‑Infrastruktur zusammenfinden können. Das Konzept von windCORES bietet eine nachhaltige, kosteneffiziente und dezentrale Ergänzung zu klassischen Cloud‑Lösungen. Solche Denkweisen und Nutzungsmodelle können auch für andere Energieerzeuger eine Vorbildfunktion erfüllen.